In der Buddhalehre ist das Eine alles, und alles das Eine.
Das Sein ist das Nichts, und das Nichts ist das Sein.
Da fragte mal einer einen Mathematiker, ob es die „Eins“ wirklich gäbe.
Die Antwort war, dass die Mathematik tatsächlich „nur davon ausgeht“,
dass es die „Eins“ gibt. Es heißt: „Zwei gibt es aufgrund der Eins,
doch halte auch an der Eins nicht fest.“ Eins ist alles, alles ist Eins.
„So wie es ist“ bedeutet, dass das gesamte Universum vollkommen
in Ordnung ist. Jeder Ort füllt Himmel und Erde aus, jeder Augenblick
ist ewig. Die Übung des Buddhaweges bedeutet, den einen wunderbaren
Augenblick, den unser Leben darstellt, stets in diesem Moment zum
Leben zu bringen. Übung ist nichts, was du aufhäufen könntest.
Es gibt dabei auch keinerlei Werkzeuge. Jeder Aspekt des täglichen
Lebens muss Buddha-Praxis sein. Es ist nicht gut, das Essen schnell
herunterzuschlingen, um dann Zazen zu üben. Wir essen aber auch
nicht, um zu arbeiten. Iss einfach auf natürliche Art.
Zur Essenszeit: Einfach essen. Essen ist Übung.


Aus "An Dich" von Kodo Sawaki